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LUFTWAFFE – Blankwaffen der Luftwaffe 

Luftwaffendolch – 1. und 2. Modell

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Geschichte & Einführung:

Mit der Aufstellung der Luftwaffe erhielt diese ab 1935 eigene Blankwaffen. Der Luftwaffendolch wurde als repräsentative Seitenwaffe für Offiziere eingeführt und war Bestandteil der Ausgeh- und Paradeuniform. Ein Kampfeinsatz war nicht vorgesehen.

Wie andere Offiziersdolche der Wehrmacht wurde auch der Luftwaffendolch privat beschafft. Die Fertigung erfolgte durch zahlreiche Hersteller, überwiegend aus Solingen.

Modelle & Entwicklung:

Luftwaffendolch 1. Modell (1935)

Der Luftwaffendolch 1. Modell wurde 1935 eingeführt. Typische Merkmale sind:

  • runder Knauf

  • Parierstange als Flügel

  • Blauer Saffian-/Morocco-Leder bezogener Griff mit Drahtwicklung

  • Blaue Saffian-/Morocco-Leder bezogener Scheide mit Metallbeschlägen

  • Trageweise: An einer dort fest befestigten ketten mit Karabinerclip

Dieses Modell wurde nur für einen begrenzten Zeitraum gefertigt.


Luftwaffendolch 2. Modell (1937)
Das 2. Modell wurde 1937 eingeführt und ersetzte das 1. Modell welches jedoch weiter getragen werden durfte. Es weist folgende Merkmale auf:

  • Ovaler Knauf

  • Parierstange: Luftwaffenadler mit ausgebreiteten Schwingen

  • Kunststoffgriff mit Drahtwicklung

  • Kieselgranulierter Metallscheide mit umlaufenden Bändern

  • Trageweise: Gehänge und Portepee

Das Tragen des Luftwaffendolch 2. Modell wurde ab Dezember 1943 offiziell untersagt.

Bauform & Abmessungen:

 

Luftwaffendolch 1. Modell – Bauform und Ausführung

Der Luftwaffendolch des 1. Modells besitzt einen Griff mit blauem Saffian- bzw. Morocco-Lederbezug und einer umlaufenden Drahtwicklung. Knauf und Parierstange bestehen aus Nickel, Neusilber oder Aluminium. In Knauf und Parierstange sind runde Medaillons mit Sonnenrad-Motiv eingesetzt.

 

Die Scheide ist lederbezogen, farblich auf den Griff abgestimmt, mit metallischem Mund- und Ortblech. Das zugehörige Gehänge ist zweiteilig und fest am Dolch verbaut, mit einem Karabiner-Clip zur Befestigung an der Uniform.

 

Die Gesamtlänge beträgt ca. 48–49 cm, die Klingenlänge etwa 33–34 cm.

Luftwaffendolch 2. Modell – Bauform und Ausführung

Der Luftwaffendolch des 2. Modells verfügt über einen Griff aus Kunststoff (Orange, Elfenbeinweiß bis Bernstein), mit Kanneluren und umlaufender Drahtwicklung. Die Parierstange zeigt einen Luftwaffenadler, rückseitig als kieselgranuliert ausgeführt.

Die Scheide ist vollständig aus Metall, kieselgranuliert, mit Scheidenbändern mit Eichenlaubverzierungen versehen. Das Gehänge ist zweiteilig, rückseitig mit Stoffbezug; unterseitig befinden sich zwei Karabiner-Clips zum Einhaken in die Scheide, oberseitig ein Karabiner-Clip zum Einhaken in die Uniform. Bei verschiedenen Fertigungenszeiträumen kommen unterschiedliche Metalle, darunter auch Aluminium, zum Einsatz.

Die Gesamtlänge liegt bei ca. 48–49 cm, die Klingenlänge bei rund 33–34 cm.

Materialien & Fertigungsphasen:

Frühe Ausführungen der jeweiligen Modelle zeichnen sich durch eine insgesamt höhere Material- und Verarbeitungsqualität aus.
Im weiteren Verlauf des Krieges kam es zu Materialänderungen und Fertigungsvereinfachungen, ohne dass dies eine eigenständige Modelländerung darstellt.

Hersteller & Kennzeichnungen:

Luftwaffendolche wurden von einer Vielzahl verschiedener Hersteller gefertigt, überwiegend aus dem Raum Solingen.

Die Herstellerkennzeichnung befindet sich in der Regel geätzt auf der Klinge. Unterschiede in Schriftart, Logoform und Platzierung sind für die zeitliche Einordnung von Bedeutung.

Bekannte und belegte Hersteller von Luftwaffendolchen sind unter anderem:

  • Alcoso (Alexander Coppel & Sohn).

  • Büchel, Robert.

  • Clemens & Jung.

  • Ernst Pack & Söhne, Solingen.

  • Eickhorn, Carl.

  • Evertz, Arthur.

  • Fredericus.

  • Hack Werke.

  • Heller, Gebrüder.

  • Henckels, J. A.

  • Herder, Friedrich.

  • Herder, Richard Abr.

  • Hörster, E. & F.

  • Höller, F. W.

  • Klaas, Robert.

  • Klittermann & Mong.

  • Krebs, Carl Julius.

  • Krebs, Peter Dan.

  • Lüneschloss, P. D.

  • Plümbacher.

  • Puma (Lauterjung & Co.).

  • Schüttelhöfer.

  • Seilheimer, Paul.

  • Siegfried Waffen.

  • SMF (Solinger Metallwarenfabrik).

  • Spitzer, Gustav.

  • Tiger.

  • Voos, Emil.

  • Weyersberg, Gottfried.

  • Weyersberg, Max.

  • Weyersberg, Paul.

  • Wingen, Anton.

  • WKC (Weyersberg, Kirschbaum & Cie.).

  • Wüsthof, Carl.

  • Zeitler.

Sammlerhinweise:

  • Das 1. Modell ist deutlich seltener als das 2. Modell

  • Herstellerkennzeichnungen erhöhen die sammlerische Attraktivität

  • Vollständige Stücke mit originaler Scheide, Gehänge und Portepee sind besonders gesucht

  • Zustand, Originalität und korrekte Modellzuordnung sind entscheidend

  • Fachkundige Begutachtung wird empfohlen

Militaria Ankauf & Verkauf – militärische Antiquitäten

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